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Gesund arbeiten von Zuhause

Unser Livechat mit Franziska Stiegler 
(Mitarbeiterberaterin und Expertin vom BKK Dachverband)

Am 03.05.2021
Um 20:30 Uhr

Auch nach Corona haben viele Beschäftigte die Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten. Flexible und mobile Arbeitsformen setzen sich immer mehr durch. Das schafft große Freiräume, hat aber auch Schattenseiten: fehlende Kontakte, ausufernde Arbeitszeiten, keine richtige Trennung von Arbeit und Privatleben, keine Pausen. Unsere Expertin beantwortet persönliche Fragen und gibt Tipps, wie man produktiv und vor allem gesund durchs Homeoffice kommt.

Unsere Expertin

Franziska Stiegler
Mitarbeiterberaterin und Expertin vom BKK Dachverband

Franziska Stiegler hat in Berlin Psychologie und Sozialwissenschaften studiert und Weiterbildungen im Bereich der systemischen Therapie absolviert. Mehrere Jahre war sie bei einer externen Mitarbeiterberatung tätig. Bereits seit 2016 ist sie beim BKK Dachverband in der Abteilung für Gesundheitsförderung, Pflege und Rehabilitation tätig und dort für das Projekt „psyGA – Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt fördern“ verantwortlich. So ist sie nicht nur Expertin für Fragen zum Thema Homeoffice, sondern kennt sich ebenfalls mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen hervorragend aus.

Welche gesundheitlichen Risiken birgt die Teleheimarbeit?

Das hängt – wie auch die Arbeit im Büro – von der Gestaltung der Arbeit und der Arbeitsplätze ab. Die Knackpunkte für die Gesundheit sind u.a. provisorische Arbeitsorte, die durch mangelnde ergonomische Gestaltung auf den Rücken gehen können. In der aktuellen Lage sind natürlich auch häufige Arbeitsunterbrechungen - zum Beispiel durch die Herausforderung, gleichzeitig Kinder betreuen zu müssen - ein Stressfaktor bei der Arbeit zu Hause. Die Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu halten, kann zur gesundheitlichen Herausforderung werden. Dazu gehört es, ausreichend Pausen einzuplanen und auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten.  Durch das dauerhafte rein digitale Arbeiten fehlt vielen Beschäftigten außerdem der soziale Austausch, der eine wichtige Voraussetzung für die psychische Gesundheit ist. Viele Teleheimarbeiter*innen beschreiben eine sogenannte „Zoom Fatigue“, die sich durch Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit, Kopfschmerzen oder Sehstörungen äußert. 

Was kann man aktiv tun, um auch im Homeoffice eine gesunde Routine zu entwickeln?

Flexibilität ist verlockend – für unsere Psyche kann sie schnell anstrengend werden. Ein fester Tagesrhythmus hilft, die psychische Balance aufrecht zu erhalten. Auch wenn derzeit nichts normal ist, helfen kleine Rituale, den Alltag zu strukturieren. Dazu gehören geplante Arbeitszeiten genauso wie Pausen und Erholungszeiten. Für die Psyche ist es am „einfachsten“ wenn wir eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Wem das schwer fällt, dem helfen vielleicht Experimentierwochen: Machen Sie z. B. Freitagnachmittag einen Plan für die nächste Woche und nehmen Sie sich jeden Feierabend Zeit kurz einzuschätzen, wie es Ihnen mit dem Tag ergangen ist. Am Ende der Woche sehen Sie, was sich bewährt hat und Sie können die Planung für die kommende Woche übernehmen oder anpassen.

Wie gestaltet man seinen Arbeitsplatz im Homeoffice möglichst optimal? 

Voraussetzung für gesundes Arbeiten ist allem voran ein möglichst störungsfreier Ort, der passende Stuhl und die individuelle Tischhöhe. Ideal ist ein Ort, der tatsächlich nur zum Arbeiten genutzt wird. Zur Basisausstattung gehört außerdem eine funktionierende, den Arbeitsaufgaben entsprechende Technik.  Zur weniger sichtbaren, aber genauso relevanten Voraussetzung gehört auch die Einrichtung geeigneter Kollaborations(zeit)räume für die Gestaltung der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen. Das betrifft dann die Planung von Erreichbarkeiten und natürlich auch wieder die geeignete Technik. 

Für viele kann die Isolation, die mit dem Homeoffice einhergeht, zum Problem werden. Plötzlich fehlen die Kollegen. Was kann man tun?

Wenn sich Mitarbeitende isoliert fühlen, dann vor allem, wenn Sie sich nicht ausreichend unterstützt fühlen. Das kann technische Gründe haben, weil sie beispielsweise keinen ausreichenden technischen Support erhalten und natürlich soziale Gründe, die die Beziehung zur Führungskraft und dem Team betreffen. Die virtuelle Arbeit lädt dazu ein, sehr sachlich und aufgabenorientiert zu arbeiten. Manche scheuen sich vielleicht, die Kollegen mit etwas zu behelligen, was sie sonst zwischen Tür und Angel erzählt hätten. Auf Dauer fehlt uns aber der Austausch. Wenn sich Isolationsgefühle einstellen, ist es also wichtig zunächst zu prüfen: Woran liegt es?  Habe ich ausreichend Möglichkeiten mit Kollegen in Kontakt zu kommen? Nutze ich die? Und wenn nicht, warum nicht? Mit wem müsste ich darüber sprechen? Manchmal hilft es schon, anstatt einer E-Mail das Telefon zu nutzen und die Kollegen ganz bewusst auch zu fragen, wie es jenseits der Arbeit gerade so läuft. Das Gefühl, mit der Isolation nicht allein zu sein, kann helfen, sich weniger allein zu fühlen.  Hier sind insbesondere auch die Führungskräfte gefragt, ihren Teams den Austausch, auch den informellen, zu ermöglichen. 

Manchen fällt es leicht, sich im Homeoffice zu konzentrieren und konzentriert zu arbeiten, andere haben damit Probleme. Was empfehlen Sie denjenigen, denen es schwerfällt sich im Homeoffice zu konzentrieren?

Auch hier gibt es räumliche/technische Gegebenheiten, die zunächst überprüft werden sollten. Was unterbricht meine Konzentration?  Habe ich einen geeigneten Arbeitsplatz, an dem ich weitestgehend ungestört arbeiten kann? Kann ich Störungen gegebenenfalls abstellen? Ein weiterer wichtiger Punkt ist die eigene Erwartung: Wieviel durchgängige Konzentration erwarte ich eigentlich von mir?  Es ist ein Irrglaube, dass wir in der Lage sind, 8 Stunden konzentriert durchzuarbeiten, selbst wenn wir nicht gestört werden.  Realistischer sind kleinere Etappen und Arbeitsaufgaben, die sich abwechseln. Deshalb ist eine realistische Planung der Arbeit eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes Arbeiten, genauso wie regelmäßige Pausen.  Motivierend kann es auch sein, am Ende des Tages eine Ergebnisliste abzuhaken. Da dürfen auch die noch so kleinen Dinge draufstehen. 

Zukünftige Expertenchats

Pflege- und Alltagstipps bei Hautproblemen

am 07.06.2021
von 20:30 - 22:00 Uhr

mit Dr. Uwe Schwichtenberg
Dermatologe und Landesvorsitzender des BVDD in Bremen

Akne, Neurodermitis oder raue, rissige Hautstellen: Hautprobleme und -erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität und lassen sich oft nur schwer behandeln. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Wie sieht die richtige Pflege aus? Spielt die Ernährung eine Rolle? Was muss ich zum Sonnenschutz beachten?

Frauensache-Regelschmerzen

am 05.07.2021
von 20.30 - 22.00 Uhr 

Mit Herrn Prof. Dr. Amadeus Hornemann, Chefarzt der operativen Gynäkologie im Krankenhaus Sachsenhausen (Frankfurt am Main)

Jeden Monat wieder: Schmerzen, Krämpfe oder Stimmungstiefs machen vielen Frauen vor und während der Regel zu schaffen. Die meisten nehmen sie einfach als naturgegeben hin. Doch bestimmte Regelbeschwerden sollten unbedingt abgeklärt werden, da es sich um eine sogenannte Endometriose handelt kann. Was gegen Regelschmerzen hilft und was Anzeichen für eine Endometriose sind, beantwortet unser Experte im Chat am 05.07.21.

 

 

Vergangene Expertenchats

#bodypositivity: Sich selbst annehmen

„Body Positivity“ und „Selbstliebe“ sind derzeit in aller Munde. Die Botschaft: Lass dich nicht von engen Schönheitsidealen verunsichern. Doch es ist gar nicht so leicht, sich selbst zu lieben und so anzunehmen, wie man ist – mit seinen Kurven, Ecken und Kanten. Die Zeichen der Zeit stehen klar auf Selbstoptimierung, für jeden „Makel“ gibt es ein Produkt oder eine Kur. Was passiert, wenn ich mich so annehme, wie ich bin? Wie kann ich eine liebevollere Einstellung, Verständnis und Selbstmitgefühl entwickeln?

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Frühjahrskur und Fasten

Viele Menschen fühlen sich nach den kalten und lichtarmen Wintermonaten, oft begleitet von weniger Bewegung und einem anderem Essverhalten, etwas schlapp und schwer. Eine Frühjahrskur kommt da genau richtig. Sie kann dem Wohlbefinden einen großen Schubs geben, weckt die Lebensgeister und bringt den Stoffwechsel auf Trab.

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Hoher Blutdruck? Das kannst du tun.

Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland haben Bluthochdruck. Das ist fast jeder Dritte. Ein Altersproblem? Von wegen! Auch 30-Jährige haben zu hohe Werte. Sie zu ignorieren, kann fatale Folgen haben, denn Hypertonie ist Stress für den Körper und schädigt schleichend Herz und Gefäße.

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Intervallfasten und intuitives Essen

Es hat sich inzwischen rumgesprochen: Diäten sind ungesund und führen eher zu einem gestörten Essverhalten als zu dauerhafter Gewichtsabnahme. Doch was kann ich tun, um besser zu essen? Was hat es mit den zwei derzeit populärsten Ernährungsstilen Intuitiv Essen (IE) und Intervallfasten (IF) auf sich, sind sie ein Weg zu einem gesünderen Essverhalten?

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Kummer, Trauer... depressive Störung?

Die Begriffe Kummer, Trauer und Traurigkeit sowie Depression werden oft durcheinandergeworfen. Tatsächlich ist es schwierig, zu erkennen, wo „normale“ Trauer als gesunde Reaktion auf einen Verlust oder Schicksalsschlag aufhört und eine depressive Erkrankung, die aus eigener Kraft nicht mehr bewältigt werden kann, anfängt.

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Immunsystem: Gut geschützt?

Warum haben manche Menschen nie Schnupfen, während andere ständig erkältet sind? Warum ist eine kleine Wunde bei manchen in wenigen Tagen verschwunden, während der Heilungsprozess bei anderen viel länger dauert?

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Doch wie sieht ein effektives Training aus? Wie viel Zeit sollte ich investieren? Was sollte ich bei der Ernährung beachten?

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Was ist Glück und wie kann ich es fördern?

Was macht ein erfüll­tes Leben aus? Wie können wir gute Bezie­hun­gen führen? Wie kann ich mich aktiv um mein persönliches Glück und Wohlergehen kümmern? Das alles sind Fragen, mit denen sich die Posi­tive Psy­cho­lo­gie beschäf­tigt.

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Soll ich – oder soll ich nicht? Sich für eine Familie zu entscheiden, ist ein großer Schritt und kann viele Fragen aufwerfen. Ist jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt? Was ist, wenn es nicht sofort klappt? Wie kann ich mich und meinen Körper auf eine Schwangerschaft vorbereiten? Kann man selbst etwas für die Fruchtbarkeit tun? Ab wann ist die „normale“ Wartezeit überschritten und was dann?

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Gesund abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt

Immer neue Trenddiäten versprechen den ultimativen Abnehmerfolg. Aber bringen sie wirklich etwas? Low Carb, Intervallfasten, Detox – immer neue Trenddiäten versprechen eine schnelle Gewichtsabnahme. Aber führen sie wirklich zum Erfolg? Oder ist der Jo-Jo-Effekt schon vorprogrammiert? Warum hat es bisher nicht geklappt? Wie sieht er aus, der gesunde, dauerhafte Weg zum Wohlfühlgewicht?

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